Mit der Frage, wie wir uns mutig und entschlossen für mehr Menschenwürde und Gerechtigkeit einsetzen können, beschäftigt sich das Forum Weltkirche der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel am Dienstag, 6. Oktober, um 19 Uhr im Bergkloster Bestwig. Gäste sind der Journalist Florian Vitello, die Projektreferentin der Erlassjahr-Kampagne, Paula Bünger, und der Notfallseelsorger Janis Arnecke.
Im vergangenen Jahr lautete das Thema des Forums „Hoffnung“. Es ging darum, wie man aus dem Glauben heraus Hoffnung für das Engagement gegen globale Ungerechtigkeiten, gegen den Klimawandel und für den Frieden gewinnen kann. Das Thema „Mut“ baut darauf auf: Wie kommen wir ins konkrete Handeln? Wie springen wir über unseren eigenen Schatten?
Der Bonner Journalist Florian Vitello verbreitet mit seinem Nachrichtenportal „goodnews-magazin“ gegen die Maxime „Only bad news are good news“ positive Nachrichten und Mutgeschichten aus aller Welt. Nach seinem Abitur hat er 2012/2013 einen internationalen Freiwilligendienst in Costa Rica absolviert, dann studierte er in Hamburg, Montevideo und Newscastle Anthropologie, Lateinamerika-Studien und Journalismus. In dieser Zeit betreute er Projekte der internationalen Zusammenarbeit in Europa, Lateinamerika und Asien und war unter anderem für den NDR, die BBC und das Goethe-Institut tätig. Was inspirierte ich zur Mitgründung des goodnews-Magazins? Welche Geschichten sind ihm wichtig?
Paula Bünger hat als internationale Freiwilligendienst-Leistende in einem pädagogischen Zentrum der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Mosambik im wahrsten Sinne Grenzen überwunden und arbeitet heute als Projektreferentin bei dem zivilgesellschaftlichen Bündnis Erlassjahr.de – einer ursprünglich kleinen Initiative, die bis heute von den Beteiligten viel Mut und Zivilcourage erfordert. Welchen Einfluss hat die Arbeit dieser Kampagne auf Politik und Gesellschaft? Mit welchen Mitteln macht sie auf sich aufmerksam?
Und Janis Arnecke hat den diesjährigen „SMMP-Schulpreis“ gewonnen, mit dem die Holding für die Einrichtungen und Dienste der Ordensgemeinschaft ehrenamtliches Engagement ihrer Mitarbeitenden bzw. Schülerinnen und Schüler würdigt. Der angehende Ergotherapeut setzt sich ehrenamtlich als Notfallseelsorger ein. Solch ehrenamtliches Engagement wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Was hat ihn dazu bewegt, diese Aufgabe zu übernehmen? Und woher nimmt er den Mut?
Die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Fragen in die Podiumsdiskussion einzubringen. Mit einem Imbiss bei persönlichen Gesprächen klingt der Abend ab ca. 20.30 Uhr aus. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.