50. Interreligiöse Meditation im Bergkloster Bestwig

Am Donnerstag, 10. September, um 19 Uhr trifft sich die Interreligiöse Meditation zum 50. Mal – im Bergkloster Bestwig, dort, wo die Reihe vor zehn Jahren ihren Ausgang nahm.
© smmp

Was 2016 im Bürger- und Rathaus Bestwig mit einer kleinen Gruppe begann, verbindet heute alle zwei Monate Menschen aus katholischen, evangelischen, muslimischen und buddhistischen Gemeinden. Die Treffen wechseln zwischen dem Bergkloster, der Abtei Königsmünster, evangelischen Kirchen, den Moscheen in Meschede, Ramsbeck und Brilon, dem buddhistischen Zentrum in Arnsberg und der Alten Synagoge in Meschede.

Initiatorin ist Schwester Maria Ignatia Langela SMMP, Bildungsreferentin im Bergkloster. „Wenn wir über unsere Religionen sprechen, werden die Differenzen deutlich“, zitiert sie den indischen Jesuiten Pater Sebastian Painadath, der ihr die Idee gab. „Wenn wir gemeinsam schweigen, erfahren wir uns als Einheit im Göttlichen.“

Der Ablauf ist überall gleich: Begrüßung, ein Text aus der Tradition der gastgebenden Gemeinschaft, 20 Minuten gemeinsames Schweigen, leise Musik, Gebet und Segen. In der Mitte steht ein Lichtmandala.

Aus unserem Pastoralen Raum ist Burkhard Krieger, Pfarrer der evangelischen Auferstehungskirchengemeinde Bestwig-Olsberg, regelmäßig dabei. „Normalerweise erwartet man von mir als Pfarrer, dass ich etwas produziere“, sagt er. „Bei der interreligiösen Meditation muss ich nichts produzieren. Ich kann einfach ankommen, so wie ich bin.“

Willkommen sind alle, unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung, die eine Sehnsucht nach Transzendenz haben oder ein Gespür dafür.