06.02.2026
Paderborn

Informations- und Begleitangebote zur Veröffentlichung der Missbrauchsstudie am 12. März

Universität Paderborn veröffentlicht kirchenhistorische Studie: Erzbistum Paderborn kündigt Informations- und Begleitangebote an

Die Ergebnisse der Studie werden auch Sie in Ihrem Dienst und Engagement sowie persönlich auf unterschiedliche Weise bewegen. Wir möchten Ihnen heute einen Überblick über die geplante Auseinandersetzung des Erzbistums Paderborn mit der Studie geben. Es ist uns wichtig, niemanden mit den Ergebnissen der Studie allein zu lassen. Deshalb erhalten Sie ebenfalls heute schon eine Vorausschau auf kommunikative Unterstützungsangebote, die wir für Sie zusammenstellen.

Professorin Dr. Nicole Priesching, Lehrstuhlinhaberin für Kirchengeschichte und Religionsgeschichte an der Universität Paderborn, und Projektkoordinatorin Dr. Christine Hartig, haben die unabhängige Studie seit 2019 erarbeitet. Untersucht wurden die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt (1941-2002). Ein Großteil der bekannten Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn fällt in diesen Zeitraum. 2023 wurde die kirchenhistorische Studie um die Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003-2022) erweitert – die Ergebnisse dieses Teilprojekts werden voraussichtlich 2027 veröffentlicht.

Am Tag nach der Präsentation durch die Universität wird das Erzbistum Paderborn am Freitag, 13. März 2026, um 11.30 Uhr die Studie auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung einordnen.

 

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Studie wird es drei regionale Veranstaltungen in der Fläche des Erzbistums geben. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, seine Generalvikare Dr. Michael Bredeck und Thomas Dornseifer, der Interventionsbeauftragte Thomas Wendland sowie Mitglieder der Betroffenen- vertretung werden dort mit Interessierten in den Dialog gehen:

• Sonntag, 15. März 2026, 18 Uhr, Dortmund (Kongresszentrum, Goldsaal)
• Montag, 16. März 2026, 19 Uhr, Schmallenberg (Stadthalle, Großer Saal)
• Dienstag, 17. März, 19 Uhr, Rheda-Wiedenbrück (A2 Forum, Kleiner Festsaal).
Weitere geplante Informations-, Kontakt- und Dialogmöglichkeiten werden noch bekanntgegeben.

Die entsprechenden Abteilungen im Erzbistum Paderborn erarbeiten aktuell verschiedene Unterstützungsangebote für die Kommunikation vor Ort, um zur Studie und zum Thema sexualisierte Gewalt sprachfähig zu sein. Unter anderem enthält ein digitaler Werkzeugkoffer unterschiedliche Materialien (u.a. FAQ, Präsentationen, Inhalte für Websites und Pfarrnachrichten). Ebenso wird eine zentrale Gesprächs-Hotline eingerichtet.

Aktuelle Informationen bündeln auf der Website des Erzbistums die neuen Themenseiten „Hilfe bei Missbrauch“. Die Seiten informieren umfassend über die Kontakt-, Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene sowie den aktuellen Stand der Aufarbeitung im Erzbistum (www.erzbistum-paderborn.de/beratung-hilfe/hilfe-bei-missbrauch/).

Ab Ende Februar ist die neue Broschüre „Informationen zum Umgang mit und zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Paderborn“ gedruckt und digital verfügbar – sie kann schon jetzt im Shop des Erzbistums vorbestellt werden (https://shop.erzbistum-paderborn.de/). Die Broschüre bietet einen kompakten Überblick zum Thema und ermöglicht über QR-Codes eine Vertiefung auf den Themenseiten.

Sexueller Missbrauch in der Kirche ist eine Wirklichkeit, der wir uns im Erzbistum Paderborn gemeinsam stellen müssen. Wir hoffen, dass Sie mit diesen ersten Informationen und den angekündigten Unterstützungsangeboten gut auf die Veröffentlichung der Studie am 12. März vorbereitet werden. Bei Fragen kommen Sie gern über die Ihnen bekannten Wege auf uns zu.

Schreiben der Generalvikare Monsignore Dr. Michael Bredeck und Prälat Thomas Dornseifer vom 6.2.2026